Das Landhaus Sponsel-Regus steht seit 1760 für Gastlichkeit in der Fränkischen Schweiz – und trägt damit neben demBetrieb auch Verantwortung für Arbeitsplätze und für den Tourismus der Region. Was bedeutet Ihnen das?
Als Familienbetrieb mit starker lokaler Verwurzelung ist uns Verantwortung besonders wichtig. Wir wollen als Unternehmen ein verlässlicher Arbeitgeber sein. So haben wir uns in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt - auch durch schwierige Entscheidungen. Die Abkehr vom klassischen à-la-carte-Geschäft sowie von Veranstaltungen, Tagungen und Bustourismus und der Fokus auf die reine Wellnesshotellerie 2018 brachten uns anfangs Kritik ein. Rückblickend war es der richtige Schritt, vor allem weil wir unseren Mitarbeitern heute gut planbare Dienstpläne bieten können.
Sie haben das Familienunternehmen von Ihren Eltern übernommen und führen den Betrieb als Brüderpaar. Was haben Ihre Eltern Ihnen als Haltung mitgegeben?
Die Eltern haben es uns recht leicht gemacht, da sie von sich aus die Übergabe angestoßen haben, aber trotzdem bis heute noch tatkräftig im Betrieb unterstützen. Das Credo des Hauses ist „wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“. Das ist für uns einAuftrag an ständige Verbesserung und Weiterentwicklung. Außerdem haben sie uns vorgelebt, dass Unternehmen und Familie untrennbar miteinander verbunden sind. Ist die Familie sich nicht im Kern einig, wird das Unternehmen negativ beeinflusst.
Die Wasserwelt „Schlössla“ war eine der größten Investitionen in der Geschichte des Hauses. Wie haben Sie diese Entscheidung erlebt?
Vor dem Projekt wirkte die Aufgabe groß und schwer zu bewältigen, zumal Wellnesshotels in der Region noch wenig verbreitet waren. Anfangs war viel Überzeugungsarbeit nötig. Im Rückblick war es die Mühe wert. Man darf einfach niemals stehen bleiben und sich auf dem Ist-Stand ausruhen.
Die Hotellerie gehört zu den Branchen, die in den vergangenen Jahren besonders gefordert waren. Was sind heute Ihre größten unternehmerischen Herausforderungen?
Dauerthema ist der Fachkräftemangel, auch wenn wir personell derzeit gut aufgestellt sind. Bei einem Gebäude dieser Größe ist das Thema Energie enorm relevant, da haben wir in den letzten Jahren über eine Million Euro investiert. Die Bürokratielast brauche ich nicht eigens zu erwähnen, das Problem ist bekannt. Daneben stellt sich die Frage: Wie stelle ich den Betrieb so auf, dass ich ihn guten Gewissens an die nächste Generation übergeben kann? Das unterscheidet uns als Familienbetrieb vom Konzern, der vor allem auf Quartalszahlen schaut. Wir werden alles dafür tun, die richtigen Weichen zu stellen. Eine Erfolgsgarantie gibt es freilich nie.
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