Natur- und Baudenkmäler

in der Fränkischen Schweiz

Sanspareil

Zwischen Bamberg und Bayreuth, bei Wonsees, liegt Frankens wohl bekanntester Felsengarten „Sanspareil“. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Garten bei der markgräflichen Jagdresidenz Burg Zwernitz errichtet. Angeblich soll eine Hofdame beim Anblick des Gartens: „C’est sans pareil“ (übersetzt: „Dies ist ohnegleichen!“) gerufen haben.

Daraufhin ließ Markgraf Friedrich den Ort Zwernitz in Sanspareil umbenennen. Die markanten Felsen, eingebettet in der natürlichen Umgebung des Waldes der Fränkischen Schweiz, sind ein wahres Schauspiel. So ist auch das Felsentheater mit den charakteristischen Rundbögen noch erhalten geblieben. Auf Geheiß von Markgräfin Wilhelmine wurden einzelne Teile des Felsengarten Sanspareil nach „Die Abenteuer des Telemach“ benannt.

Im Felsengarten befindet sich ein Café, dass kleine Speisen und Getränke anbietet. Der Felsengarten Sanspareil ist ganzjährig geöffnet und ist eines der beeindruckensten Sehenswürdigkeiten in der Fränkischen Schweiz und ganz Franken. Während Ihres Aufenthalts im Wellnesshotel Sponsel-Regus bietet sich ein Besuch im Felsengarten an. Durch den Garten verläuft ein barrierefreier Weg, der auch mit Rollstuhl und Kinderwagen passierbar ist.


Öffnungszeiten:

  • Ganzjährig

Adresse:
Sanspareil 34                                                                        96197 Wonsees

Riesenburg

Die Riesenburg ist eigentlich gar keine Burg, sondern eine so genannte Versturzhöhle. Die wahrlich riesig anmutende Lücke in der Felspartie gibt Hinweise darauf, wie der Name entstanden sein könnte.

Die Riesenburg befindet sich parallel zur B470 nahe der Ortschaft Doos. Im Inneren können Sie die Stufen bis nach oben erklimmen und haben von oben einen einmaligen Blick ins Tal.

Warum also nicht einen kleinen Zwischenstopp einlegen?

Geheimnsvolle Sehenswürdigkeiten

Natürliches Herz im Wald des Druidenhains
Blick auf die Steinformationen des sagenumwobenen Druidenhain

Druidenhain

Der Druidenhain ist ein magischer Ort, soweit es nach dem Volksmund geht. Angeblich haben hier keltische Druiden ihre Rituale abgehalten.
Zumindest versuchte man sich so die angeordneten Steinblöcke zu erklären, die mittlerweile ein mit Moos bedecktes Labyrinth ergeben.

Das Areal umfasst circa einen Hektar und liegt in der Nähe des kleinen Ortes Wohlmannsgesees hinter Muggendorf.
Schlendern Sie durch Jahrzehnte alte Baumbestände und spüren Sie die beruhigende Atmosphäre dieses Ortes.

Entschleunigung und Entspannung vom Alltagsstress mal anders.
Auch eine Wandertour im Sponsel-Regus Wanderheft führt zu diesem natürlichen Ausflugsziel.

Skulptur des NaturKunstRaum bei der Neubürg

NaturKunstRaum Neubürg

Ein tolles Projekt im Rahmen der Regionalentwicklung ergab den NaturKunstRaum Neubürg. Auf dem gleichnamigen 587 Meter hohen Tafelberg entstand aus Naturmaterialien ein Projekt, das sich am Besten als Natur-Kunst-Rundweg beschreiben lässt.

Verschiedene Künstler aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz, aber auch regionale, teils nur wenige Kilometer entfernt, stellen dort handgefertigte Kunstwerke und Skulpturen aus Holz, Bronze oder Stein aus.

Die Kunstwerke sind durch einen wunderschönen Rundweg um die Neubürg miteinander verbunden. Einmaliges Panorama auf dem Plateau ebenfalls inklusive!

Parkplatz & Infopavillon:
Besucherparkplatz zwischen Mistelgau und Wohnsgehaig

Sehenswerte Basiliken

Zwar gehört Gößweinstein zur Verwaltung des Landkreises Forchheim, jedoch ist die Basilika Gößweinstein eine der größten Wallfahrtsorte im Erzbistum Bamberg.

Sie bildet den katholisch-geistlichen Mittelpunkt der Fränkischen Schweiz, ähnlich der Basilika Vierzehnheiligen nahe Bad Staffelstein. Ursprünglich stand am heutigen Platz der Basilika eine kleinere fränkische Kapelle, die jedoch aufgrund des großen Andrangs bald zu klein für die Wallfahrer wurde.

Wallfahrer kamen aus ganz Franken zusammen und die Zahl der Besucher stieg stetig. Trotz verschiedener Erweiterungen konnte die Menge an Pilgern nicht unterbracht werden und so wurde der Bamberger Bischoff um die Genehmigung für einen Neubau gebeten. Friedrich Carl von Schönborn erteilte den Auftrag dann dem bekannten Balthasar Neumann, nachdem der Vorschlag von Johann Leonhard Dientzenhofer wegen zu hoher Baukosten abgelehnt wurde.

Die Bauarbeiten begannen 1730 und setzten sich bis 1739 fort. Allerdings zog sich die Innenausstattung bis 1769 hin, da der sowieso schon schwierige Baufortschritt unterbrochen wurde. Mitte des 18. Jahrhunderts verwüstete ein Brand die Basilika, sowie einige angrenzende Anlagen und Häuser.

Die Basilika Gößweinstein selbst ist die größte Wallfahrtskirche Deutschlands, die der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht ist.
Zusätzlich wurde sie durch Papst Pius XII. im Jahr 1948 mit dem Ehrentitel „Basilica minor“ geehrt.
Die Basilika selbst kann ganzjährig besucht werden und auch die umliegende Ortschaft Gößweinstein ist einen Ausflug in die Fränkische Schweiz wert.

Adresse:
Balthasar-Neumann-Straße 2
91327 Gößweinstein

Der Sage nach erschienen einem Schäfer das Jesu-Kind und die vierzehn Nothelfer, welche die Errichtung einer Kapelle forderten. Auch durch die folgende Heilung einer Magd am Ort der Erscheinung und auf Drängen der gläubigen Wallfahrer hin wurde dort eine Kapelle zu Ehren der vierzehn Heiligen errichtet.

Die damalige Kapelle existiert heute nicht mehr, da sie bereits im Bauernkrieg von 1525 und nachfolgend im 30-jährigen Krieg zerstört wurde. Erst 1735 genehmigte der damalige Bamberger Bischof Friedrich Karl von Schönborn den Bau der heutigen Basilika. Planung und Beaufsichtigung übernahm Balthasar Neumann und so wurde der Bau 1743 begonnen.

Heute ist die Basilika eine der vier „Basilica minor“ im Erzbistum Bamberg, neben dem Bamberger Dom, Basilika Marienweiher und der Basilika Gößweinstein. Dieser Ehrentitel wird vom Papst persönlich an besondere Orte des katholischen Glaubens verliehen. Alle diese Bauwerke haben sich neben den eindrucksvollen Bauwerken auch zu besonderen Sehenswürdigkeiten der Fränkischen Schweiz und sogar ganz Frankens entwickelt.

Vor allem der Hochaltar, der die Mariä Aufnahme in den Himmel darstellt, ist hier zu bewundern, ebenso wie die acht Seitenaltäre.

Sie ist eine der bekanntesten Anlaufstellen für Wallfahrer und Kulturinteressierte, die ihren Urlaub in Franken verbringen möchten, denn sie ist ganzjährig geöffnet. Immer donnerstags ist Kirchenreinigung und somit von 09:00 bis 16:00 Uhr keine Führung möglich.

Adresse:
Vierzehnheiligen 2
96231 Bad Staffelstein

Neben der Basilika Gößweinstein und Vierzehnheiligen ist die Wallfahrts-Basilika Marienweiher „Mariä Heimsuchung“ ein Herzstück des Katholizismus in Franken.

Die Legende besagt, dass ein Fuhrmann auf seinem Weg nach Sachsen ein Bild der heiligen Maria auf seinem Wagen geladen hatte. Als er in einem Gasthaus übernachtete, wurde eben dieser von einer Räuberbande überfallen. Der Fuhrmann kam mitsamt seinem Gespann und dem Bild heil davon und aus Dankbarkeit errichtete er neben der Straße einen Holzbau für das Marien-Bild. Hier soll die erste Kapelle, die später zur größten Wallfahrtsbasilika im Erzbistum Bamberg werden sollte, errichtet worden sein.

Nach zweimaliger Erweiterung, entschloss man sich zu einem Neubau. Ähnlich wie in Gößweinstein konnte die ursprüngliche Konstruktion dem immer größer werdenden Andrang der Wallfahrer aus Franken nicht mehr standhalten.

Die von Licht durchfluteten Hallen und die ausladenden Deckenfresken sind in der Basilika Marienweiher ebenso zu bewundern, wie der klassizistische Hochaltar.

Adresse:
Marienweiher 3
95352 Marktleugast

Eine Wiese voller gelber Blumen breitet sich vor dem Kloster Banz in der Fränkischen Schweiz aus

Kloster Banz 

Das ursprüngliche Benediktiner-Kloster wurde um 1070 gegründet und war eines der größten in der Region des Obermains. 1698 begann der Wiederaufbau des Klosters nach dem 30-jährigen Krieg unter der Führung der Gebrüder Dientzenhofer im Stil des Barocks.
Das Kloster Banz wurde 1814 von Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern gekauft und 1933 an die „Gemeinschaft von den heiligen Engeln“, die Seelsorge für Auslandsdeutsche betrieben, wiederum veräußert. Nachdem das Kloster im zweiten Weltkrieg als Lager in Benutzung stand, wurde es 1978 von der Hanns-Seidel-Stiftung erworben und dient seither der CSU als Tagungsort.

Adresse:
Kloster Banz 18
96231 Bad Staffelstein

Interessante Museen

Die Jeans wurde eigentlich von einem deutschen Auswanderer erfunden. Levi Strauss wurde in Buttenheim in der Fränkischen Schweiz geboren, wo nun auch das gleichnamige Museum zu finden ist.

Als er 1847 nach New York auswanderte, war er zusammen mit seiner Familie im Textilhandel tätig. Als der junge Strauss vom Goldrausch hörte, verschlug es ihn nach San Francisco, wo er bald seine Geschäftsidee in die Tat umsetzte. Die Goldsucher benötigten belastbare Hosen und da Levi Strauss mit Textilien vertraut war, stellte er eben solche Hosen für die Goldgräber her.

Als die Hosen dann noch mit belastbaren Taschen versehen wurden, fand das Produkt reißenden Absatz und die Jeans prägt heute noch die Textilindustrie und unser alltägliches Leben. Ein Stück Franken, das in der ganzen Welt zu finden ist. Das Museum beschäftigt sich mit dem Leben Levis, seiner Geschichte und damit auch mit der Geschichte der Jeans zum zeitlosen Kleidungsstück.
In etwa 20 Minuten sind Sie vom Hotel aus beim Levi-Strauss-Museum im Landkreis Bamberg.

Öffnungszeiten:

  • Dienstag, Donnerstag 14:00 bis 18:00 Uhr
  • Samstag und Sonntag sowie Feiertags 11:00 bis 17:00 Uhr

Adresse:
Marktstraße 33
96155 Buttenheim

Schon von außen fällt das blutrote Gebäude im Straßenbild von Pottenstein auf. Das Scharfrichtermuseum führt in die dunkelsten Kapitel der Geschichte zurück und zu einem eigenen und sehr eigentümlichen "Handwerk".

Großteils stammen die ausgestellten Exponate aus dem Schloss Schöndorf. Daumenschrauben, Richtschwerter, Schandmaskel, Schädelsprenger und viele weitere Folterwerkzeuge sind im Museum ausgestellt. Natürlich wird auch der Beruf des Henkers und seine Stellung in der Gesellschaft beschrieben.

Das Scharfrichtermuseum soll allerdings eher zum Nachdenken anregen.
Das Museum ist auch Teil der Erlebnismeile Pottenstein und kann somit sehr gut mit den anderen Sehenswürdigkeiten verbunden werden.

Öffnungszeiten:

  • Ostern bis Ende Oktober 10 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
  • Montag Ruhetag - zwischen Ostern und Pfingsten nur Wochenende und Feiertags

Adresse:
Hauptstraße 16
91278 Pottenstein

Schon alleine der Anblick ist einmalig: Das Fränkische Schweiz Museum ist eingebettet zwischen zwei Felsnadeln im kleinen Ort Tüchersfeld. Das für sich ist schon den Besuch wert.

Im Museum selbst wird - wie der Name schon sagt - direkt Bezug auf die Region genommen. Wie lebten die Menschen? Wie sah ihr Alltag aus? Diese Fragen werden im Museum ebenso beantwortet, wie Einblicke in die damalige Tracht gewährt. Zudem finden regelmäßig wechselnde Themenausstellungen statt. Das kann vom 30-jährigen Krieg bis hin zur Ausstellung spezieller Kunstwerke oder thematischer Ereignisse alles sein.

Das Fränkische Schweiz Museum ist im so genannten "Judenhof" untergebracht. Der Name erzählt auch schon von den ehemaligen Bewohnern. Deshalb ist als besonderes Schmuckstück eine erhaltene Synagoge zu bestaunen.

Öffnungszeiten:

  • April bis Oktober Montag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
  • November bis März: Sonntag 13:30 bis 17 Uhr
  • Weihnachtszeit saisonal abweichend

Adresse:
Am Museum 5
91278 Pottenstein